Drucker für Gelegenheitsprinter: Canon besser geeignet als mein jetziger Epson SC-P600?
  • Hallo! 
    Ich bin neu hier im Forum und bin Gelegenheitsprinter. Ich verwende einen Epson Sc-P600, der - wenn er funktioniert - tolle Prints macht. Allerdings printe ich nur recht selten. Es kann schon mal passieren, dass er zwei, drei Wochen nicht genutzt wird. Das Resultat: Ich habe oft mit dem berüchtigten Clogging zu kämpfen. Nun überlege ich, auf Canon umzusteigen. Ist es so, dass Dye-basierte Printer wie z. B. der Pro-10 oder Pro-100 unempfindlicher sind, was die längere Nicht-Nutzung betrifft? Oder komme ich da vom Regen in die Traufe? Wie gesagt: Mir geht's zunächst nur mal darum, ob Canon umempfindlicher gegenüber Clogging als Epson ist, nicht um die Qualität der beiden Printer (das ist nochmal eine andere Diskussion :-) ). 
    Vielen Dank!
    Peter
  • Hallo Peter
    Ich kann dir leider keine Antwort auf deine Frage geben, will aber trotzdem etwas zu dazu sagen. Ich verwende auch diesen Drucker (SC-P600) und kenne das Problem. Ich habe lange Zeit jede Woche einmal einen "Druckkopf-Düsentest" durchgeführt (normalerweise ohne danach die "Reinigung" zu machen, wenn das Muster sauber gedruckt wurde). 
    Leider hat sich gezeigt, dass selbst das zu wenig sein kann und ich versuche mittlerweile jeden Tag einen solchen Ausdruck zu machen, außer natürlich, wenn ich "echte Prints" mache. 
    Ich habe ehrlich gesagt gar keine Hoffnung, dass es mit irgendeinem anderen Drucker besser ist, da mir dieses Problem seit Jahren (Jahrzehnten?) bekannt ist und sich die Druckerhersteller meines Erachtens nicht im Geringsten kümmern. Ich will nicht wissen, wie viel Tinte ich durch Säuberungsroutinen über die Jahre bereits "weggeschüttet" habe und manchmal sogar erfolglos, was dann in den Kauf eines diesbezüglich vermeintlich "moderneren" Druckers geendet hat. Fehlanzeige.

    Bis jetzt komme ich mit meiner Art der Selbstversklavung gegenüber meinem Drucker ganz gut zurecht und werde mit hervorragenden Prints belohnt. Nur wenn ich aus dem Urlaub zurückkomme, starte ich den Düsentest immer mit viel Sorge...

    Schöne Grüße,
    Martin
  • Sehr aufschlussreiche Antwort, danke. Du sprichst mir aus der Seele. Ich behaupte mal, dass selbst ich, bei dem die Fotografie Teil des Berufs ist, nicht jeden Tag printe (zudem habe ich noch eine aktive SW-Dunkelkammer). Deshalb wird mich das Thema Clogging wohl auch weiterhin begleiten :-(. 
    Viele Grüße!
    Peter
  • Hallo ihr Beiden,

    darf ich annehmen, dass es sich bei diesem "Clogging" um das verstopfen der Düsen handelt? Wenn ja, ich verwende einen P800. Ist je der gleiche Drucker, nur eine Nummer größer. Mir sind diese Probleme zwar nicht unbekannt, jedoch habe ich einen Ausfall der Düsen sehr selten. Auch wenn ich mal sechs bis sieben Wochen nichts drucke. Die üblichen Ratschläge - nicht vom Strom trennen - erspare ich mir jetzt mal. Dies dürfte ja nun hinlänglich bekannt sein. Aber ich habe festgestellt, wenn, wie jetzt im Winter bei uns die Heizungen laufen, kommt ein Düsenausfall schonmal nach drei Wochen vor. Eventuell hilft Euch ja diese Beobachtung.

    Lieben Gruß

    Olaf
  • Hallo Spiegel,

    ja darum handelt es sich. Ich kann mir auch gut vorstellen, dass das Problem von Umgebungsbedingungen abhängig sein könnte, insbesondere von Lufttemperaturen und Feuchtigkeit. Muss bei dem P800 eigentlich auch noch Matt- und Fotoschwarz getauscht werden? Das ist noch so ein Geniestreich beim P600: die nicht aktive Kartusche kann ja auch eintrocknen, das sollte man nicht vergessen (ist mir noch nie passiert.......).
    Was mich zur Zeit auch noch irritiert - und vielleicht weiss da jemand Rat - das ist das Verhalten, wenn eine Kartusche leer wird. Sind fast leere Kartuschen anfälliger für das „Clogging“ oder fällt die Tintenversorgung in solchen Situationen auch mal nur zeitweise aus? Ich „will“ immer eine Kartusche dann wechseln, wenn ich sehe dass sie „ausgefallen“ ist. Wenn das mitten im Bild-Druck passiert (wann sonst...), dann habe ich halt einen Print verloren und muss ihn noch mal nachholen. Aber es ist noch nie so „definiert“ passiert. Ich möchte behaupten, wenn eine Tintenstandswarnung angezeigt wird, dann fangen auch immer irgendwelche „seltsamen“ Druckprobleme an. Die bequeme Strategie scheint zu sein, einfach sofort wechseln. Bestenfalls kann man noch warten, bis man tatsächlich mit einem Print nicht ganz zufrieden ist. Dann aber als erstes die entsprechenden Kartuschen erneuern, bevor man die Ursache woanders sucht.
  • Habe ich gerade entdeckt, was zum Thema passt: https://youtu.be/O6Qd3b0RS_g

    Gibt mir zu denken....
  • Ich habe seit 3 Jahren den P800. Tatsächlich sind die Clogging-Probleme etwas grösser als beim 3880, den ich immer noch habe, der aber nur noch mit mattem Papier funktioniert. In den drei Jahren hatte ich zweimal grössere Probleme (also mit 2-3 Reinigungszyklen) und vielleicht 3-4 kleinere, die mit einem Reinigungszyklus behoben waren. Der Drucker wird auch mal wochenlang nicht benutzt. Nach meinen Erfahrungen ist es besser, den Drucker nicht auszuschalten. Jedenfalls hatte ich eines der grossen Probleme nachdem er ausgeschaltet war.

    Normalerweise drucke ich die Patronen vollständig leer. Der Drucker stoppt dann, man wechselt, und anschliessend wird das Bild fertiggedruckt. Der Druck ist nicht verloren. Ein grosses Problem hatte ich jedoch mal mit der Schwarztinte (Ich verwende nur Photo Black, die matten mache ich auf dem 3880). Nach dieser Erfahrung wechsle ich Photo Black nun früher aus.

    Gruss, Erwin
  • Danke an Klecks für den Link. Demnach macht der Canon Pro 1000 am Netz selbständig (bei Bedarf?) eine Mini-Düsenreinigung und steht beim nächsten Druckeinsatz ohne vorherige Prüfroutine (mit etwaiger Tintenreinigung) zur Verfügung. Im Gegensatz zum P800 verbraucht er also "unbemerkt" etwas Tinte. - In dem Zusammenhang fällt mir ein, dass manche Druckerhersteller bei einem Druckkopf mit soviel Düsen verstopfte Düsen deaktivieren und durch "Reservedüsen" ersetzen (keine Ahnung, ob hier ähnliches passiert). - Ich finde diese Technik interessant, hält sie doch die teuren Drucker über eine gewisse Zeit betriebs- und produktionsbereit.  

    Wie Ebolthausen kann ich berichten, dass der P800 (auch über 3 Jahre) keine nennenswerten Probleme machte. In diesem Ausnahmesommer zeigte der Düsentest den Ausfall einiger Düsen, was nach einer Reinigung behoben war (ähnlich bei Freunden, die den P800 zeitgleich erwarben). Ich drucke sehr unterschiedlich (von 40 Austellungsbildern am Stück bis wochenlang garnichts). Bei Nichtbenutzung versuche ich daran zu denken, alle 14 Tage einen Düsentest zu machen. Damit fahre ich sehr gut.

    Während ich mich beim P800 regelmäßig über den Fronteinzug ärgere, weil er meditativ und mit großer Sorgfalt bedient werden will, dann aber problemlos transportiert, wird es beim Canon, den ich nicht kenne, andere Nickeligkeiten geben. - Ansonsten sollte man den Druckerraum nicht überheizen, darauf achten, dass der Druckkopf des P800 tatsächlich auf der Capping-Station parkt und immer alles sauber halten ( hier eines der Videos, die das Prinzip erklären https:_//www.youtube.com/watch?v=lU6PbizbKaw  // bitte den Unterstrich hinter https: entfernen // oder suchen nach "How to clear a nozzle clog on your Epson wide format printer from PRO DIGITAL GEAR.COM" ). Und den Drucker schalte ich immer aus. 
    [ edit / 16.12. ]
  • Nur falls jemand auf die Idee kommt, mit einem anderen Drucker wäre man alle Probleme los (ich meine, ich hatte selbst diese Idee und habe sie wieder verworfen...):


    Besser ein Drucker, dessen Probleme man kennt, als ein Drucker mit neuen Überraschungen - solange man mit den Problemen *irgendwie* leben kann...

    @WW: "meditativ und mit großer Sorgfalt" - Ich musste lachen, weil das es genau auf den Punkt bringt. Ich glaube immer, irgendwann die richtige Strategie für diesen Fronteinzug zu finden, aber meistens sind meine Erfolgserlebnisse nicht von langer Dauer :)

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