Auflösung und Printschärfung

edited Februar 2010 in Imaging-Workflow
Hallo Roberto,

als Einsteiger in Fineartprinting und begeisterter Leser von Fine Art Print und From Capture To Print ist mir jedoch noch etwas unklar:
Sollte nach deinem Skript vor der Schärfung mit Nik Sharpener das Bild auf das Ausgabeformat für den Druck gebracht werden?
Welche Auflösung in ppi sollte das Bild für den Fineartprintdruck haben? Hier finde ich unklare Ausführungen. Einmal spricht man von 300 ppi, was ich auch aus dem Rasterdruck im Offset her kenne, im "From Capture to Print" steht auf Seite 81 "..240 oder 180 ppi für Epson...".

Vielen Dank für eine Antwort
Gruß
Werner

Kommentare

  • edited Januar 1970

    Re: Auflösung und Printschärfung

    Hallo Werner,

    ja das ist richtig so – das Bild auf das richtige Ausgabeformat bringen und dann mit dem Nik Sharpener entsprechend für die Ausgabe schärfen.
    Bei der Auflösung sind 360 ppi für einen Epson Drucker optimal und 300 ppi für einen Canon oder HP Drucker.
    Wenn die Auflösung der Kamera nicht mehr herbringt, kann die Auflösung z.B. auf 240 ppi für eine grössere Ausgabe herabgesetzt werden. 180 ppi sollten wirklich nur für Giganto-Prints z.B. 1.5 x 1.0 m, die auch mit einem grösseren Abstand betrachtet werden.
    Generell würde ich nie unter 240 ppi gehen, im Gegenteil, für wirklich hochwertige fotografische Auflösung verwende ich bei kleineren Formaten sogar 420 ppi oder noch mehr.

    Gruss,

    Roberto
  • edited Januar 1970

    Re: Auflösung und Printschärfung

    Hallo Roberto,

    vielen Dank für Deine schnelle Antwort. Ich arbeite mit der Nikon D700 mit 12 Millionen Pixel im RAW-Format. Was kann ich tun, wenn ich doch einmal im Format A2 drucken möchte. Kannst Du einen workflow empfehlen, um die Auflösung zu erhöhen?
    Zusätzlich verwende ich noch die Leica D-Lux 4. Passt das Schärfeskript der Panasonic Lx3 auch für die Leica?
    Mit dem Skript für die Nikon D700 bin ich sehr zu frieden.

    Gruss,

    Werner
  • edited Januar 1970

    Re: Auflösung und Printschärfung

    Hallo Werner,

    Du musst dich noch etwas gedulden...in der nächsten Fine Art Printer Ausgabe gehen wir explizit auf das Thema "Bilder hochrechnen" ein. Dazu wird ein massgeschneidertes Action-Script angeboten um Bilder optimal für grössere Formate auszugeben. Die Ergebnisse werden Dich sicherlich zufrieden stellen...

    Bezüglich der Leica D-LUX 4 kannst Du das Script für die Lumix LX3 verwenden, da beide baugleich sind.

    Herzliche Grüsse,

    Roberto
  • edited Januar 1970

    Re: Auflösung und Printschärfung

    Hallo Marcel,

    ja, das stimmt. 200% ist einfach die beste Stufe zum Vergrösseren, mehr sollten digitale Bilder ohnehin nicht vergrössert werden und andere Werte, wie 150%, 250% oder Zwischenwerte generieren sichtbare Artefakte die bei grösserer Bildausgabe sichtbar werden.
    Das neue Script ist aber gänzlich neu aufgebaut und einiges komplexer als der Vorgänger, wobei gerade den Kanten und der "Treppenbildung" Aufmerksamkeit geschenkt wurde...kurzum es ist einfach viel besser.
    Übrigens, wenn man statt 200% z.B. nur 150% braucht, geht man einfach mit der Auflösung von 300 ppi auf 400 ppi und das Bild wird einfach kleiner ausgedruckt. Das geht bis Auflösungen von 720 ppi und umgekehrt kann bis 240 ppi das Bild noch etwass vergrössert werden. Darunter würde ich nicht gehen, ausser das Bild ist dann so gross, dass es aus einer Distanz von mahr als 1 Meter betrachtet wird, dann sind auch Auflösungen von 210 ppi möglich, aber dies wirklich nur als "Notlösung".

    Gruss,

    Roberto
  • edited Januar 1970

    Re: Auflösung und Printschärfung

    Hallo Marcel,

    beim Epson 3800 würde ich bei A3+ von 360 ppi ausgehen, falls es die Bilddaten zulassen. Sonst reichen 300 ppi völlig aus. Bei A2 müssten es halt immer noch 300 ppi sein, im Notfall halt 240 ppi, aber ein geschultes Auge sieht den Unterschied.
    Im nächsten Fine Art Printer wird es einen ausführlichen Beitrag über das Skalieren von Bildern geben und da wird auch das neue Script vorgestellt, ob es schon vorher zum Download angeboten wird weiss ich nicht, aber halt ab und zu auf die FAP Homepage gehen, wo es publiziert wird.

    Gruss,

    Roberto
  • edited Januar 1970

    Re: Auflösung und Printschärfung

    Hallo,


    habe ich das dann richtig verstanden, dass es grundsätzlich besser ist, das (ein) Vergrößerungsskript an zu wenden und die gewünschte Auflösung (zB die 360 dpi für A3+) zu erzielen als kein Vergrößerungsskript laufen zu lassen und "etwas" unter der gewünschten Auflösung zu bleiben?
    Anders ausgedrückt, das Vergrößerunsskript produziert weniger Qualitätsverlust als es die Rohdaten (unveregrößert) mit weniger Auflösung tun?

    Vielen Dank.
    Beste Grüße,

    Hanno
  • edited Januar 1970

    Re: Auflösung und Printschärfung

    Hallo Hanno,

    das kann man grundsätzlich nicht so sagen. Das hängt auch von der Auflösung der Kamera ab, vom Bildformat und vom Betrachtungsabstand.
    Generell würde ich Bilder nur hochrechnen wenn der Betrachtungsabstand sich ebenfalls vergrössert, das heisst wenn die Bildgrösse deutlich über A2 beträgt. Hochrechnen macht auch wirklich nur dann Sinn, wenn die Auflösung der Kamera 12 Megapixel und mehr beträgt. bei 8 Megapixel bringt eine Vergrösserung von 200% schliesslich "nur" ein Bild von der Grösse 60 x 40 cm bei 300 dpi und hier ist der Betrachtungsabstsnd immer noch etwa gleich gross wie bei A3+.
    Sollte also ein Bild z.B. 120% vergrössert werden, würde ich die Originaldaten belassen und halt mit der Auflösung von 300 auf 250 ppi gehen. Das generiert sicherlich weniger Artefakte und ist von der Qualität sicherlich noch vertretbar.

    Gruss,

    Roberto
  • edited Januar 1970

    Re: Auflösung und Printschärfung

    Hallo Roberto,

    ich habe die neue fineartprinter gelesen und habe da noch eine Frage zu Deinem neuen Action Script zur Vergrößerung auf 200%.
    Ich arbeite mit einer Nikon D700 im RAW-Format. Bei 360dpi erhalte ich eine Größe von 19,98 x 30,03cm. Nach einer Vergrößerung auf 200% ergibt das bei 360dpi ein Format von 39,96 x 60,06cm. Möchte ich aber nur ein Format von 30 x 45cm ausgeben und natürlich nicht neu berechnen lassen, erhalte ich eine Auflösung von 479,552dpi. Ausgegeben werden soll auf einem epson 3880. Wie verhalte ich mich bei dieser krummen Auflösung? Oder empfiehlst Du einen ganz anderen Weg?
    Bin Gespannt auf Deine Antwort. Danke.
    Gruss,
    Werner
  • edited Januar 1970

    Re: Auflösung und Printschärfung

    Hallo Werner,

    Du solltest die Auflösung von 479,552 ppi nicht verwenden sondern 480 ppi was praktisch genau das gleiche ist. Das Bild ist dann halt nicht mehr ganz genau 30 x 45 cm, sondern halt vielleicht 29.988 x 44,988 cm. Das ist nicht weiter schlimm und schliesslich kannst DU es immer noch ganz leicht beschneiden, vielleicht auf 29.5 x 44.5 cm.
    Wichtig ist die Bildauflösung, die ein Vielfaches- oder.X-Faches der Drucker-Grundaflösung sein sollte. Beim Epson 3880 ist sie 360 dpi und damit sind die 480 ppi von deinem Bild optimal.
    Übrigens bitte nicht verwechseln: Bildauflösung immer in ppi (pixel per inch) und Druckauflösung in dpi (dots per inch).

    Gruss,

    Roberto
  • edited Januar 1970

    Re: Auflösung und Printschärfung

    Hallo,

    ich lege meine Druckdateien immer in der halben Druckauflösung
    also 180ppi an und bin damit voll zufrieden. Bei 360ppi kann ich keinen
    nennenswerten Unterschied feststellen, außer dass sich die Dateigröße
    vervierfacht.
    Warum ich allerdings eine Auflösung wählen soll, die über der Druckauflösung
    von 360 dpi liegt, kann ich nicht verstehen.
    Die Datei wird doch wieder auf 360ppi heruntergerechnet, bevor sie zum
    Drucker geschickt wird.

    Gruß,

    Hannes
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