Pro-1000 täglich nutzen!
  • Vorweg: Ich habe mich mehrfach über die zeit- und tintenintensiven Wartungszyklen beim
    C1000 geärgert, habe aber seit einen Monat einen selbstentwickelten
    „Redneck-Fix“ implementiert, der das Problem bis jetzt reduziert:


    Ich glaube, dass Fotoamateure beim Selbstdrucken einen Aufpreis zahlen,
    weil sie ihren Printer nicht täglich nutzen. Ich habe immer wieder
    beobachtet, dass nach einer längeren Druckpause der Drucker nicht sofort
    startet, sondern erstmal einige Minuten „pumpt“, bevor er mit dem Druck
    beginnt. (Selbstverständlich schalte ich den Drucker nie aus!)


    Meine Lösungsansatz: Man muss dafür sorgen, dass das gute Teil
    mindestens 1 x täglich druckt. Da ich besseres zu tun habe, als täglich
    den Drucker zu füttern und mein PC auch nicht im 7/24-Modus betrieben
    wird, habe ich für 40 Euro einen Raspberry-PI gekauft. Auf diesen
    Kleinrechner speichere ich alle Bilder ab, von denen ich eine
    Postkartenabzug haben möchte. Dann habe ich einen CRON-Job
    implementiert, der täglich um 18 Uhr eines dieser Bilder druckt. Im
    oberen Einzugschacht ist jetzt immer ein Stapel 10×15 Budget-Papier
    eingelegt, so dass ich mich im schlimmsten Fall mehrere Wochen überhaupt
    nicht um den Drucker kümmern muss – jeden Tag liegt ein neues Bild im
    Ausgabeschacht.


    Meine bisherige Erfahrung: Die Wartezeiten gehören der Vergangenheit an.
    Wenn ich ein Bild drucke, dann geht es sofort los – ohne
    Reinigungsorgien.

    Natürlich beobachte ich den Tintenverbrauch, ich kann gerne mal in einem
    Jahr über die Langzeiterfahrung berichten. Wer Interesse an der
    technischen Lösung hat, gerne mal hier Nachricht geben.
  • Hallo,
    ich hätte prinzipiell Interesse an deiner Lösung! Wäre es auch möglich (und sinnvoll?) täglich oder alle paar Tage ein Düsentestmuster zu drucken?
  • Hallo,
    an deinem Fix wäre ich auch interessiert.
    Soweit ich weiß hilft der Düsentest nicht gegen die Reinigungszyklen.
    Grüße
    Maximilian
  • Man könnte natürlich die Raspberry-PI-Lösung nutzen um ein Bild mit einem Düsentestmuster täglich auf einem normalen Blatt A4 zu drucken. Wenn es normal als Bild gedruckt wird müsste es schon gegen die Reinigungszyklen helfen und braucht weniger Tinte als ein richtiges Foto.
  • Ich hab da so meine Zweifel, ob das zum gleichen Ergebnis führt.

    Beim Düsentest wird ja explizit jede Farbe (ungemischt) ausgegeben, inklusive Chroma Optimizer. Irgendwo hab ich mal gelesen, dass z.B. selbst schwarze Flächen (bei Fotos) trotzdem mit mehreren Farben bedruckt werden, nicht nur schwarz. Also hätte ich bei einem Foto vom Düsentestmuster nicht mehr die gleiche Aussagekraft, ob das Schwarz ohne Streifen ausgegeben wird, wie bei einem richtigen Düsentest.

    Weiter muss ich ja bei einem Fotodruck vorgängig auswählen, ob es auf mattem oder glänzendem Papier gedruckt wird. Somit kann ich nicht mehr auf getrennten Druckbereichen kontrollieren, ob das matte und glänzende Schwarz / Grau etc. gleich gut streifenfrei gedruckt wird.

    Auch kann ich nicht ein spezielles Feld mit Chroma-Optimizer definieren.

    Mit dem täglich (oder alle X Tage stattfindenden) Düsentest möchte ich einerseits alle Düsen in Benutzung halten; andererseits eine regelmässige Kontrolle darüber haben, ob alle Düsen noch korrekt funktionieren. Das ist mit einem Foto (auch eines vom Düsentestmuster) doch so nicht in der gleichen Weise möglich...?
  • Du hast sicher recht, ganz dasselbe ist es nicht. Wahrscheinlich müsste man wie du schreibst einmal matt und einmal glänzend drucken, und das Muster halt so gestalten, dass alle Patronen zum Einsatz kommen. Ziel wäre nicht unbedingt ein Test der Düsen sondern alle Düsen zu verwenden, bei möglichst geringem Tinteneinsatz.
  • Mit der Düsentestoption hatte ich zunächst auch gespielt, sie dann aber verworfen. Mit meiner Lösung habe ich jeden Tag ein kleines Bild für mein "Daumenkino", was mir wesentlich mehr bringt, als ein Düsentestmuster.

    Übrigens, ich war jetzt gerade eine Woche außer Haus und habe danach 7 Bilder aus Neuseeland im Ausgabeschacht vorgefunden. Das hatte mich dann motiviert, eines davon spontan großformatig zu drucken und Bingo: Der Drucker sprangt sofort an und druckte. Bis jetzt bin ich sehr zufrieden mit dieser Lösung!
  • @harlem: Das ist eine schöne Lösung für das "Reinigungsproblem". Könntest Du bitte kurz darstellen, wie und was Du beim Raspberry-PI eingerichtet hast, um den Dienst entsprechend auszuführen? 

    Interessant wäre natürlich außerdem wie weit man die Zyklen herunterfahren kann (z.B. Druck nur alle 2-3 Tage statt jeden Tag). 
  • Hallo miteinander,
    auch ich würde gern auf die Erfahrungen und den Einsatz des Raspberry-PI zurückgreifen. Bei mir ist es so, das ich immer mehrere anstehende zu druckende Bilder sammel und mich dann ein Wochenende nur um das Drucken kümmer. Ich habe auch noch das Problem das ich nur am Wochenende nach hause komme. 
    Mir gefällt an der ganzen Sache das man immer ein kleines Bild hat, was man auch mal schnell Freunden schenken kann. Und der zweite Forteil ist es jeder Zeit drucken zu können.
    Also ich würde mich über eine Raspberry-PI Anleitung freuen.
     
  • Ich glaube dass 50 Stunden zwischen den Drucken ausreichen, ich hab auch mal von 60 gehört. Bei mir hab ich es so ausprobiert dass ich die letzte woche ca. alle 48 Stunden gedruckt habe und ich musste bei diesem Abstand zwischen den Drucken nie auf einen Reinigungsvorgang warten.
    Also reichen 48 Stunden praktischerweise aus.

    Ich würde mich auch über ein Raspberry-pi Image freuen. Du brauchst ja keine große Anleitung zu schreiben, es würde ja schon reichen wenn du dein Image z.b. bei Mega.co.nz oder dropbox hochlädst und kurz sagst welche Dateien du bearbeitet hast.
    Viele Grüße
  • Ich hab gerade einen raspberry pi zero-w für 10.- eingerichtet, nur um dann zu merken dass es gar keinen linux-treiber für den pro-1000 gibt?!??

    Wie hast du das dann bitte gemacht? Muss ich jetzt auch noch extra turboprint kaufen?


    edit: ich habe die PPD-Datei aus meinem OS X Treiber genommen und in CUPS installiert.

    edit2: Kappt doch nicht so mit der mac-datei. Die ist für die Dateistruktur innerhalb OS X ausgelegt und CUPS findet irgendwelche Rasterfiles nicht.. vielleicht gehts wenn ich da manuell was ändere, aber ich bleibe erstmal bei meiner ersten Frage, wie du das gemacht hast ;-)
  • Hallo harlem,

    dein „Redneck-Fix“ interessiert mich auch. Mein Epson 4900 ist auch sehr Pflegebedürftig, deine Lösung kann ich gut gebrauchen. Würdest du bereit ein Hilfestellung zu veröffentlichen damit alle Printer geholfen werden.
    Vielleicht mag Herr Will das in FineArtPrinter publizieren?

    Beste Grüße
    Johan
  • Hallo an alle Interessierten,
    ich habe mal eine Anleitung und das dazugehörige Shellscript in meine Dropbox gestellt. Kann hier heruntergeladen werden.
  • Danke Harlem für deine Infos! Turboprint unterstützt auch den Epson 4900.

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