Epson SC-P800 - Hilfe für Kaufentscheidung ...
  • Hallo Besitzer und Kenner des Epson SC-P 800,


    nachdem ich bei meinem Projekt Foliendruck (digitales Negativ) durch den Ausfall meines Epson 3880 (Glossydruck geht nicht mehr) gestoppt wurde, muss ein neuer bzw. anderer Drucker her.


    Ich habe jetzt einen Epson SC-P 800 - gebraucht - im Auge. Der Drucker ist ein Jahr alt. Der Verkäufer meint, der Drucker wäre ganz wenig im Einsatz gewesen (obwohl die Patronen fast leer sind - das gilt es noch zu klären), aber er gibt zu, dass der Drucker häufig Wartungen/Druckkopfjustagen benötigt ?


    Interessant wäre der Kauf weil fast ein kompletter Satz Ersatztinte dabei ist.


    Nun meine Frage an die Besitzer des P800:


    • ist das mit der häufigen Reinigung tatsächlich ein Spezifikum des P800, oder scheint das eine „Eigenheit“ bei dem angebotenen P800 zu sein.
    • bei meinem Epson 3880, den ich weiter für Matt-Papier verwenden werde, kam das ganz selten vor (er ist immerhin 9 Jahre alt), an eine Druckkopfjustage kann ich mich überhaupt nicht erinnern.



    Es muss nicht ein A2 Drucker sein. Der kleinere P600 würde mir auch genügen. Ich drucke, abgesehen von den Folien und vereinzelt Glossy Papieren, fast nur matt und dafür habe ich ja noch den Epson 3880.


    Was mich davon abhält den P600 zu nehmen ist der Umstand, dass der Wartungstank nur durch den Epson Service gewechselt werden kann. Ausserdem sind sie sich preislich sehr nahe und die Kosten für die Tinte sind dann beim P800 doch noch um ein Eck günstiger.


    Danke schonmal für eure Erfahrungen und Empfehlungen.


    fg. Toni.


  • Hallo Toni,

    benutze auch den 13 Jahre alten 3800 für MK und den P800 für PK seit 02.2019.
    Der erste Patronensatz enthält viel weniger Tinte, die auch erstmal die Leitungen füllen muß.
    Druckkopfjustage ganz am Anfang kontrolliert und nur geringfügig geändert.
    Reinigung wie beim 3800, habe aber nicht sooo drauf geachtet.
    2x im Jahr reinige ich Parkstation & Druckkopf mit Küchenrolle, Q-Tips und Eigenmischung.

    Drucke auch nicht viel, würde mir aber immer nur A2-Drucker zulegen, wegen der kleinen Patronen & dem Wartungstank bei A3.

    Gruß, Manfred
  • Danke Manfred, 
    Jetzt stellt sich nur die Frage, ob der angebotene P800 ein Montagsprodukt, das viel Reinigungsprozedere benötigt, oder nicht ?
    Garantie ist ja schon vorbei.
    fg. Toni.
  • Hallo Toni,
    vor 5 Jahren fiel mein 3880 aus und der P800 war gerade lieferbar ...

    Bei regelmäßiger Benutzung setzt sich (Pigment)Tinte weniger ab und verstopft kaum Düsen. - Nun drucke ich sehr unregelmäßig, also viel oder garnicht und zunehmend auf mattes Papier. Ich schalte die Maschine immer kpl ab, mache aber turnusmäßig einen Düsentest und schalte hin und wieder zwischen MK und PK um. Werden die Kartuschen gewechselt, kann man die anderen auch mit aufschütteln. Die Düsen waren bisher selten verstopft und meist war es mit 1x Reinigung getan. Davon abgesehen versuche ich den Drucker inkl. Cappingstation sauber zu halten, wobei die Verschmutzung vom Durchsatz und Papier abhängt und auch von 'head strikes', wenn das Papier mal wieder nicht gerade lag. Insgesamt machte der P800 keine großen Probleme. Der rückwärtige Schrägeinzug des 3880 gefiel mir aber besser als dieser dusselige Fronteinzug.

    Gelegentliche Drucke auf Glanzpapier gibt es doch auch beim Dienstleister - nur eben nicht sofort.  

    Ich kenne A4-Folien von Präsentationen / Schulungen. Haben deine 'Negative' Graustufen oder eher volles Schwarz oder sind sie farbig?

    Seit 10 Jahren druckt bei mir ein A4-Alleskönner (mit Epson Durabrite-Tinte) randscharf auf Büropapier. Für die Kosten von 2x großen Kartuschen bekomme ich für den Universalisten alle Farben (mehrfach).
    Oder ist das abwegig, weil  'Negative' in höchster Auflösung und mit einem Fotodrucker(Treiber) gedruckt werden müssen und/oder das A4-Format zu klein ist? - Ich hatte deinen Beitrag gelesen und dann ein bisschen zu Kallitypie recherchiert.
    Aktuell kommt die neue Druckergeneration auf den Markt. Bei den P700/900 entfällt das Umschalten zwischen MK und PK, der Fronteinzug soll verbessert sein, der P700 bekommt ebenfalls den Wartungstank und bei Glanzmedien wird eine höhere Schwarzdichte versprochen - siehe hier oder hier
    lg, Wolfgang
  • Danke Wolfgang, vor allem auch für die Links - sehr interessant.

    Also ich bin auch Anfänger bei der Kalltypie, aber nur Graustufen zu drucken reicht eigentlich nicht. Man braucht auch einen höheren Gelbanteil.
    Ich kenne das vom analogen Prozess der Filmentwicklung, da gibt es sog. "Stainentwickler"  - mit Stain ist so eine Art gelbliche Schicht in den Negativen zu verstehen.
    Beim digitalen Prozess muss man diesen "Stain" mit gelber Farbe künstlich erzeugen.

    Stainende Negative - erzeugt auf analogem oder digitalen Weg - sind dann für die Edeldruckverfahren wie "Platin/Palladium" oder "Kallitypie" geeignet.

    Die ganz Neuen von Epson sind sicher auch interessant, aber ich glaub das braucht es nicht und die Druckkosten sind vergleichsweise schon ziemlich hoch.

    Morgen werde ich mich entscheiden - entweder ein neuer P600 oder ein gebrauchter P800.

    Danke. 

    fg Toni.
  • Habe heute mit einem Fachgeschäft wegen eines neuen Druckers telefoniert.
    Eine Reparatur des Epson 3880 sollte mit vertretbarem Aufwand und Kosten möglich sein.
    Im Sinne der Nachhaltigkeit und des Vorteils, dass nicht 2 solcher Kisten herumstehen, lass ich das machen.

  • Hallo Toni,

    kleiner Hinweis meinerseits bezüglich Gelbanteil in Graustufen-Negativen für Edeldruckverfahren. Alle pigmentierten Epson Ultrachrome Tinten besitzen einen eingebauten UV-Filter in allen Farbtinten (auch in Gelb), um die Alterungsbeständigkeit der Drucke zu gewährleisten.
    Diesen UV-Filter nutzt man für die Konversion von Digitalfotos zu Inkjet-Negativfilmen für Edeldruckverfahren. Mit geeigneten Druckertreibereinstellungen bzw. Druckoptimierungen direkt in Photoshop, oder einer spezialisierten RIP-Software, kann man die Tonwertlinearität der "Digitalen Negativfilme" weiter erhöhen. Die Negative lassen sich hervoragend in der UV-Kopie des Edeldrucks
    einsetzen. 

    Beste Grüße
    Martin
    www.pdf-imposition.shop 
  • Hallo miteinander,

    zum neuen P900:

    Wenn man mit PK druckt, muß der separate MK-Düsensatz vor dem Eintrocknen bewahrt werden.
    Wenn man mit MK druckt, muß der separate PK-Düsensatz vor dem Eintrocknen bewahrt werden.
    Das bedeutet wieder Tintenverbrauch an den Wartungstank.

    Das schwärzere Schwarz von 2,91 gegenüber 2,86 beim P800
    kann nur noch übertroffen werden von dem Schwarz,
    das ich sehe, wenn ich an die Druckkosten denke:

    Tintenpatronen von 80 auf 50 ml um fast 40 % verkleinert.
    Beim P700 nur noch 25 ml - da sind wir schon fast bei A4-Textdruckern.

    Wohingegen ich bei Drucken mit 3800 und P800 auf FineArtBaryta praktisch keinen Unterschied im Schwarz sehe. Man sollte die Kaufleute aus den Entwicklungsabteilungen werfen ;-)

    Gruß, Manfred
  • Zustimmung Manfred,
    deswegen bin ich froh, wenn mein 3880 repariert werden kann
  • so Drucker ist repariert und druckt wieder schöne Glanzfotos und Negative :-)

  • Meinen Glückwunsch, Toni!
    Aus meiner Sicht ein guter Weg.

    Weißt du, was alles gemacht wurde?
    Und was hat es gekostet?

    Gruß, Manfred
  • Danke !

    ich bilde mir ein, dass er gemeint hat, er müsste die Leitungen tauschen, aber mit Sicherheit kann ich das nicht sagen.

    Gekostet hat es Eur 240,00 + eine Patrone musste ersetzt werden.

    Für mich trotz dem die beste Lösung, zumal ich auch noch einige Originalpatronen habe.

    fg. Toni


  • Negative drucken macht Spaß und erst recht das Ergebnis auf Papier :-)

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