FAP 01/2007 HP vs. Epson - verbleibende Fragen
  • Lieber Herr Will,

    erst mal Gratulation zum neuen FAP, Super interessante Themen und Beiträge. Dieses Niveau habe ich mir vor 2 Jahren bei der ersten Ausgabe - zeitgleich mit meinen ersten Einstiegsversuchen in diese irre Welt - nicht erwartet.

    Aber nun zum Druckervergleich HP B9180 vs. Epson R2400. Dass bei den theoretischen Kosten und der Druckqualität keine so signifikanten Unterschiede herauskommen, war fast zu erwarten. Die wirklichen Probleme treten dann im Betrieb auf, wo man dann erst den einen vermeindlich besseren Drucker verflucht und den anderen schätzt.

    Ich bin bei HP bezüglich einsetzbarer Medien, Papiertransport, bedruckbare Fläche und vor allem der ungenauen Papierführung ein gebranntes Kind, und habe gerade in diesen Punkten den 2400er schätzen gelernt, der mir Dinge ermöglicht, von denen ich beim HP nur geträumt habe bzw. mir gar nicht mehr vorstellen konnte, dass so was möglich ist.

    Dazu ein simples Beispiel: Wenn ich A3 oder fast A3 brauche und wegen Ränder (mein HP mit 12mm unten) und/oder schlechter Papierführung A3+ verwenden muß, um dann 25% des Papiers mühsam wegzuschneiden, geht das mehr ins Geld als 10% mehr Tintenkosten usw. Hier fehlt im FAP-Artikel jegliche Angabe.

    Mit dem 2400er erreiche ich beim Einzug und der vertikalen Führung (Manuel Rolle / A3) eine Abweichung von < 0,5 mm. Das ermöglicht mir spezielle Anwendungen (z.B. 594mm x 150mm doppelseitig mit ähnlicher Genauigkeit) und reduziert den Ausschuss auf ein Minimum.

    Wo ich sehr skeptisch war und was ich erst seit einiger Zeit absolut erfolgreich einsetze ist der Randlosdruck, da ich mit freien Auge keine Minderung in der Druckqualität feststellen konnte. Damit erspare ich mir bei einzelnen Workflows enorm Zeit und Papierverschnitt. Zwar hat der 2400er da so seine Tücken in der Einstellung und den Einschränkungen bezüglich der Papierformate, aber es funktioniert.

    Welche Eigenschaften hat hier der B9180?

    Ich hatte, bevor ich mir den zweiten 2400er zulegte, lange überlegt, ob nicht ein 4800er besser wäre. Nun habe ich eben in der Breite die Beschänkung auf 330mm, in der Regel reicht mir A3, aber ich kann auch die meisten meiner privaten Fotos zum Einkleben auf 9x13 randlos drucken. Habe erst später gelernt dass beim 4800er bei A4 Schluss ist!!! Wie ist das beim 3800er? Und wie ist das beim B9180?

    Im FAP-Artikel steht, dass der 2400er-Druckkopf die Druckerlebensdauer halten soll. Wie ist diese spezifiziert? Meiner war nach >= 1000ml "abgenutzt" und der autorisierte Servicetechniker meinte, dass dies nach 1000ml nicht ungewöhnlich sei. Das nicht gerade billige Wechseln der Tinten-Pads beim Epson - mit ggf. 4 Wochen Ausfallzeit *) - ist hier noch einzukalkulieren. Bei meinem alten HP 10PS gab und gibt es so etwas nicht und neue Druckköpfe gehen in den Tinten- & Papierkosten unter. Wie ist dies beim B9180?

    *) Was nützt der beste Drucker, wenn er wochenlang beim Service steht. Nachdem es beim 2400er kein Ersatzgerät gibt braucht man eben zwei! (Das rechnet sich über die Lebensdauer, wenn oft zwischen Matt und Photo-Black zu wechseln ist, und sowieso, wenn der Kunde auf die Lieferung wartet.) Beim Druckkopftausch wurden auch die Pads, gewechselt. Deshalb mußte ich 5 Wochen warten, da diese so lange Lieferzeiten in Europa hatten.

    Mittlerweile hat Epson die Ersatzteilversorgung umgestellt, es geht nicht mehr über Epson sondern einen Händler?? Vor 3 Wochen habe ich ein Pad (für den randlosen Druck / Kosten 2EUR) bestellt. Lieferzeit ungewiss aber mindestens 3 Wochen. Ich bin gespannt.
    Ich könnte mir vorstellen, hier ist HP besser?

    Dies einige wichtige Punkte, die manchen Anwender das Leben schwer machen, und nicht die marginalen, ggf. nicht mehr mit dem Auge sichtbaren, Steigerungen in der Druckqualität und ggf. 10% Tintenkosten.

    Apropos Tintenkosten: Spült der B9180 beim Wechseln einer Patrone auch alle 8 Farben durch? Mein alter HP benötigt im Gegensatz zum 2400er, auch nach Monaten Auszeit, keine Reinigung. Wie ist das beim B9180? Jeder Patronenwechsel und jede Reinigung beim 2400er kostet immerhin um die 2 - 4 EUR Tinte. Und wie ist es mit der bedruckbaren Fläche im Vergleich?

    Es wäre schön, wenn auch diese Punkte noch behandelt werden.

    Viele Grüße,

    G. Sommer




  • Re: FAP 01/2007 HP vs. Epson - verbleibende Fragen

    Lieber Herr Sommer,

    herzlichen Dank für die fundierten Hinweise aus der Praxis. Dies sind selbstverständlich Argumente, die in unserer Betrachtung noch fehlen. Dies ist einerseits sehr bedauerlich, dennoch sind wir mit unserem Test in einzigartiger Tiefe zu einer Aussage gekommen, wie man sie bisher nicht treffen konnte. Daß sich in der Praxis Ihre Erfahrungen zu einem eben so wichtigen Aspekt verdichten, ist unbestritten. Ich bin Ihnen sehr dankbar für diese Hinweise und bitte hiermit auch andere Nutzer darum, ihre Erfahrungen zu veröffentlichen. Nur durch dieses alltagsbezogene Gesamtbild, wird es dem Einzelnen möglich sein, die für ihn richtige Entscheidung zu treffen.

    Bezüglich der noch offenen Fragen bitte ich Sie um einige Tage Geduld. Autor Mike Schelhorn ist derzeit in einem anderen Projekt vollkommenm eingespannt.

    Viele Grüße

    Hermann Will


    PS: Allerdings hätte ich Ihnen aus wirtschaftlichen Gründen eher auch zum 4800er geraten, da Sie dann bei den großen Formaten wirklich günstigere Tintenkosten hätten.
  • Re: FAP 01/2007 HP vs. Epson - verbleibende Fragen

    Hallo Herr Will,

    Ihren Rat zum 4800 verstehe ich, aber er zwingt mich einen Gesichtspunkt anzusprechen und zu vertiefen.

    Bei jeder Betrachtung ist zu unterscheiden zwischen gewerblichen Anwendern und auf hohen Niveau arbeitenden Hobby-Anwendern (*), als extreme Positionen.

    Erstere haben einen eingespielten Workflow für einige wohldefinierte Anwendungen und letztere lernen und probieren mal das und jenes, und sind immer wieder mit Problemen konfrontiert die der gewerbliche Anwender aus verständlichen Gründen tunlichst vermeidet.
    Und ich denke, letztere (*) zehren am meisten von diesem Forum.

    Ich z.B. suche nach immer neuen Ideen um die phantastischen Möglichkeiten die diese neue Technologie bietet gestalterisch einzusetzen. Verarbeite somit alle Formate von A3+ bis 9x13, mit und ohne Rand und benutzerdefinerte Formate und natürlich verschiedenste Medien. Anderes gesagt, die Grenzen des Druckers im Format und Grammatur bestimmen die Grenzen meiner Möglichkeiten. Allerdings verarbeite ich nur Blattware.

    Bei einem Druckervergleich sollten die Möglichkeiten und Einschränkungen, die sich einem leider oft erst nach dem Kauf erschließen, betrachtet sein.

    Ich habe mir die Tage den B9180 angesehen und bin etwas erschrocken. Habe ich richtig gesehen, dass das Papier aus der Kassette wieder um 180° umgelenkt wird? Ich möchte jetzt hier nicht erzählen welche Probleme und resultierende Restriktionen ich hiermit bei den zwei HP-Druckern (für 300DM und 860€) hatte, die ich bisher genutzte habe. Die Einzelblattzuführung erinnert mich an meinen 10PS (für dicke Medien), der absolut keine Blattführung hat?

    "Fine Art Printer" sollte sich nicht nur auf die Druckqualität beziehen - denn das kann man mittlerweile in dieser Klasse fast schon voraussetzen - sondern auch auf eine "feine Art" der Behandlung und des Transport des Papiers durch den "Printer", und das ist, meine ich, die Kür. Insbesondere: Wie geht der Drucker mit "fremden" Medien um.

    Viele Grüße,

    G. Sommer








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  • GS Dezember 2006