Fotos auf EIZO viel zu dunkel - SC P800 und X-Rite Color Munki
  • Hallo,
    nachdem mein 3800 und 3880 von Epson den Geist aufgegeben haben, besorgte ich mir den SC P800. Hier waren die Ausdrucke gegenüber dem Bildschirm viel zu dunkel. Beim 3880 vorher war das nicht der Fall. Also habe ich erst den Bildschirm - EIZO CG 241 W - mit dem Color Munki von X-Rite kalibriert bei sRGB 100%, K 6500, 2,2. Seltsamerweise sind nun auf dem Bildschirm in Photoshop alle meine früheren Bilder viel zu dunkel.
    Ich habe dann den Drucker zum Bildschirm mit 2 Ausdrucken und Color Munki kalibriert. Bei jedem Fotoausdruck muß ich nun aber vorher die unzähligen alten Fotos mit Photoshop CS 6 und Tonwertkorrektur stark aufhellen - dann sind die Fotos o.k.
    Was läuft hier falsch?
    Danke!
    LG
    Ebbi
  • Hallo Ebbi, mit Ferndiagnosen ist das so eine Sache ...
    Vielleicht startest du deine Suche mit einem erprobten Testbild z.B. http://www.northlight-images.co.uk/downloadable_2/matrixlarge_2.zip statt mit eigenen Bildern.
    [Das Testbild liegt im Farbraum AdobeRGB vor, funktioniert mit ein paar Abstrichen aber auch in sRGB. Dein Monitor sollte in der Lage sein die Unterschiede zu zeigen.]
    Auf dem Monitor wie im Druck solltest du (unten rechts) die Zeichnung im Nebel sehen genauso wie alle (oder fast alle) Stufen der Wendeltreppe.
    Der SC P800 benötigt neue Papierprofile. Die PK-Schwarztinte hat gegenüber den 38xx-Modellen eine höhere Dichte, so dass man etwas mehr Tiefen darstellen kann.
    Ist das ausgedruckte Testbild zu dunkel (und zwar unabhängig von dem, was dein Monitor zeigt), bekommt das Papier zuviel Tinte. Oft reichen 1440 dpI (Stufe 4 SuperFine) statt der vollen Ladung.
    viel Erfolg und lg, Wolfgang
  • Hallo Wolfgang,
    danke - werde ich gleich mal runterladen und testen.
    Wenn ich auf 1440 dpi statt volle Leistung stelle, wie sieht es da mit der "sichtbaren" Qualität für 30 x 45cm Ausdrucken (die für Ausstellungen verwendet werden sollen) erfahrungsgemäß aus?
    Interessant ist aber auch, wenn ich die fertigen Profile der Papierhersteller nehme, sind die Fotos genauso dunkel, wie mit Kalibrierung Color Munki.
    Und laut Service des Color Munki sollte auf alle Fälle in den Einstellungen bei Photoshop "Farbeinstellungen RGB- Werte beibehalten" ausgeschaltet sein (hat hoffentlich keine anderen Auswirkungen). Ebenso themenbezogene dunkle Farben (habe ich aber bisher noch nicht gefunden).
    LG
    Ebbi
  • Hallo Ebbi, so ganz verstehe ich nicht …

    1. Du hast schon mit einem Epson 3800 und 3880 gedruckt und sitzt an einem Eizo CG241W. Die kpl Technik kann AdobeRGB und dann kalibrierst du auf sRGB – warum?  

    2. Wenn du bisher mit den Helligkeiten zufrieden warst und deine Drucke jetzt mit dem P800 zu dunkel sind – und der Grund ist, dass jetzt zuviel Farbe auf dem Papier landet (unpassende Medieneinstellung, zu hohe Druckauflösung, zu hohe Farbdichte, unpassendes Papierprofil) – wieso „schraubst“ du dann am Monitor herum?

    3. << Und laut Service des Color Munki sollte auf alle Fälle in den Einstellungen bei Photoshop "Farbeinstellungen RGB- Werte beibehalten" ausgeschaltet sein … >>     ???

    Falls du die Farbmanagement-Richtlinien von PS meinst– siehe https://helpx.adobe.com/de/photoshop/using/color-settings.html   
    Dort stellst du ein, wie die Anwendung (PS) mit Farbdaten verfährt, wenn du ein Dokument öffnest oder ein Bild importierst.  Das sind die Farb-Metadaten eines fertigen Bildes oder das Farbprofil, das deine Kamera der Datei mitgibt.  – Nur hat das nichts mit ColorMunki zu tun, weder mit Monitor- noch mit Papierprofilen.

    Beim Erstellen der Papierprofile mit ColorMunkiPhoto läuft exklusiv die Software von XRite und kein PS CS6, bei dem man zum Ausdruck der Profilierungstestcharts das Adobe Color Printer Utility benötigen würde – siehe  https://helpx.adobe.com/de/photoshop/kb/no-color-management-option-missing.html    – also doch auch hier kein Problem?

    4. Warum sollen 1440 dpI für Ausstellungsbilder nicht reichen? Bei Matt-Papieren druckst du auch nur mit 1440 dpI, weil sonst das Papier absäuft – siehe z.B. bei https://www.hahnemuehle.com/de/digital-fineart/icc-profile/download-center.html
    - - - - -
    Um die Variable „Stimmt mein eigenes Bild?“ auszuschließen, kannst du dein Equipment inkl. der  Profile mit der bereits genannten Testdatei prüfen. Kommt dieses Bild zufriedenstellend aus dem Drucker (ausreichend getrocknet und bei richtigem Licht), kannst du im 2. Schritt schauen, ob du den Bildschirm angleichen willst.

    Ich habe lange  gesucht bis ich diese Diskussion hier wiederfand  http://www.forum.fineartprinter.de/discussion/11084/kalibrierung-mit-colormunki&nbsp; Erst ganz am Schluss löste sich das Problem!

    viel Erfolg und lg, Wolfgang

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